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Dienstag, 7. Februar 2012
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Mit dem Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Passionszeit – auch „Zeit der Fasten“ genannt. Sie erinnert an die 40 Tage, die Jesus fastend und betend in der Wüste verbrachte (Mt 4,2). Die Fastenzeit umfasst 46 Kalendertage und dauert bis Karsamstag, die darin enthaltenen sechs Sonntage werden nicht mitgerechnet und sind (wie jeder Sonntag als Feiertag der Auferstehung Jesu) fastenfrei.

 

Fasten im biblischen Sinn bedeutet aber weniger die Einhaltung bestimmter Vorschriften (z.B. das Essen betreffend), als vielmehr die Konzentration auf das Eigentliche (und darum Verzicht aus Ablenkendes oder Nebensächliches) und die Besinnung auf die Verantwortung, mit den Gaben Gottes und seiner Schöpfung verantwortungsvoll umzugehen und diese maßvoll zu gebrauchen. Bewusste Fastenzeiten können aber Hilfe zu einem verantwortlicheren Leben sein. In diesem Sinne ist die evangelische Aktion Sieben Wochen ohne schon seit 1983 sehr erfolgreich mit ihrem Aufruf zu einem selbstgewählten Verzicht in der Passionszeit.

 

Die Bezeichnung „Aschermittwoch“ kommt von dem Brauch, die Gläubigen im Gottesdienst mit einem Kreuz aus Asche zu bezeichnen. Früher stammte diese Asche vom Verbrennen der Palmzweige, welche in den Prozessionen und Gottesdiensten vom Palmsonntag des Vorjahres Verwendung fanden.

Asche ist ein Zeichen der Buße. Ihre gottesdienstliche Verwendung geht auf altorientalische Bräuche zurück, die im Volk Israel aufgegriffen wurden.

„Als die Nachricht davon den König von Ninive erreichte, stand er von seinem Thron auf, legte seinen Königsmantel ab, hüllte sich in ein Bußgewand und setzte sich in die Asche.“ (Jona 3,6)

„Ich richtete mein Gesicht zu Gott, dem Herrn, um ihn mit Gebet und Flehen, bei Fasten in Sack und Asche, zu bitten.“ (Daniel 9,3)

 

Das Aschenkreuz soll den Menschen an seine Vergänglichkeit erinnern und zur Umkehr aufrufen. Die Spendung des Aschenkreuzes findet im Gottesdienst am Aschermittwoch statt. Der Spender spricht bei der Bezeichnung mit dem Aschenkreuz zu jedem, der an den Altar getreten ist, die Worte: „Bedenke Mensch, dass du Staub bist, und zum Staub zurückkehrst“ (Gen 3,19).

Nach der Austeilung der Asche schließen sich sogleich die Fürbitten an.

 

Traditionsgemäß feiern die Elterleiner Christen diesen Gottesdienst gemeinsam (lutherische und methodistische Gemeinde zusammen). Natürlich sind auch in diesem Jahr wieder besonders die Schwarzbacher, Hermannsdorfer und Dörfler zu diesem Gottesdienst mit eingeladen.

 
Losung für Dienstag,
07. Februar 2012

Die Wasserwogen im Meer sind groß und brausen mächtig; der HERR aber ist noch größer in der Höhe.
Psalm 93,4



Jesus stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig und verstumme! Und der Wind legte sich und es entstand eine große Stille.
Markus 4,39

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